Das Google-Unternehmensprofil für Handwerksbetriebe

Von Sebastian Berndt, Geschäftsführer
Der Eintrag entscheidet, ob du bei einer Suche wie „Dachdecker in der Nähe“ auf der Karte auftauchst. Er ist kostenlos, in einer Stunde eingerichtet und bei den meisten Betrieben, die wir sehen, nur zur Hälfte ausgefüllt. Das ist die günstigste Sichtbarkeit, die es gibt.
Wenn jemand am Handy nach einem Handwerker in der Nähe sucht, sieht er zuerst die Karte mit drei Betrieben. Erst darunter kommen die normalen Ergebnisse. Diese drei Plätze sind bei lokalen Suchen die wertvollsten überhaupt, und wer dort steht, entscheidet sich zu einem großen Teil an diesem Eintrag, nicht an der Website.
Was oft fehlt
Die meisten Einträge, die wir uns ansehen, haben Name, Adresse und Nummer, und sonst nichts. Dabei ist es das Drumherum, das den Unterschied macht.
- Die Kategorie. Sie ist das wichtigste einzelne Feld. „Dachdecker“ ist etwas anderes als „Bauunternehmen“, und Google nimmt das ernst. Die Hauptkategorie muss die Arbeit treffen, die du hauptsächlich machst.
- Die Leistungen als einzelne Einträge. Nicht nur „Elektroinstallation“, sondern die Arbeiten, nach denen Leute suchen.
- Das Einzugsgebiet. Wenn du zum Kunden fährst, kannst du angeben, wie weit. Dann tauchst du auch in Nachbarorten auf.
- Öffnungszeiten, und zwar richtige. Ein Betrieb, der laut Eintrag Sonntag geöffnet hat und nicht rangeht, sammelt schlechte Bewertungen.
- Fotos. Eigene, vom Betrieb, von der Arbeit, vom Fahrzeug. Einträge mit Bildern werden deutlich häufiger angetippt als solche ohne.
Die eine Regel, die alles trägt
Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall exakt gleich geschrieben sein, im Eintrag, auf der Website, im Impressum, in Verzeichnissen. „Str.“ an einer Stelle und „Straße“ an der anderen ist bereits eine Abweichung.
Google gleicht diese Angaben über verschiedene Quellen ab. Je einheitlicher sie sind, desto sicherer ist die Zuordnung. Es ist eine unspektakuläre Aufgabe, aber sie wirkt.
Doppelte Einträge: der teuerste Fehler
Zwei Einträge für denselben Betrieb teilen die Sichtbarkeit auf. Beide sind schwächer als einer es wäre, und die Bewertungen verteilen sich ebenfalls. Das passiert nach Umzügen, nach Rechtsformwechseln oder wenn früher jemand einen Eintrag angelegt hat, von dem niemand mehr weiß.
Wir haben das im eigenen Haus erlebt: Unsere alte Adresse stand jahrelang parallel zur neuen im Netz. Es ist erstaunlich zäh, so etwas wieder loszuwerden, such deshalb einmal aktiv nach alten Einträgen deines Betriebs, bevor sie dir Kunden kosten.
Beiträge und Fragen
Im Eintrag kannst du kurze Beiträge veröffentlichen: abgeschlossene Projekte, eine offene Stelle, ein Hinweis auf die Betriebsferien. Das kostet fünf Minuten und zeigt, dass der Betrieb aktiv ist.
Außerdem können Leute Fragen stellen, und die kann jeder beantworten, auch jemand, der nicht zu deinem Betrieb gehört. Sieh dort regelmäßig nach. Du kannst auch selbst häufige Fragen einstellen und beantworten; das ist ausdrücklich vorgesehen.
Was der Eintrag nicht kann
Er ersetzt die Website nicht. Wer über die Karte auf dich stößt, tippt danach auf deine Seite, und dort entscheidet sich, ob er anruft. Der Eintrag bringt Leute in Sichtweite, die Website macht daraus Anfragen. Beides einzeln funktioniert deutlich schlechter als beides zusammen.
Häufige Fragen
Kostet der Eintrag etwas?
Nein. Er ist kostenlos, und du brauchst niemanden, der ihn für dich anlegt. Wenn dich jemand anruft und Geld dafür verlangt, deinen Eintrag zu „aktivieren“ oder zu „verifizieren“, ist das keine Leistung von Google.
Ich habe keine Ladenadresse, ich fahre zum Kunden.
Dann kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben. Der Eintrag funktioniert weiter, du erscheinst in den angegebenen Orten. Das ist für Handwerksbetriebe ausdrücklich vorgesehen.
Wie oft muss ich mich darum kümmern?
Wenn er einmal vollständig ist, reicht ein Blick im Monat: neue Bewertungen beantworten, Fragen prüfen, vielleicht ein Foto ergänzen. Wichtig ist, dass Änderungen im Betrieb dort sofort ankommen, neue Nummer, geänderte Zeiten, Betriebsferien.
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